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FISCH IST GESUND! ODER DOCH NICHT?

Posted by: phil | 9. Dezember 2013 | No Comment |

Wir alle wissen: zweimal in der Woche sollte man Fisch essen. Warum? Weil Fisch reichhaltig an essentiellen also gesunden Fetten ist (Omega-3-Fettsäuren). Diese sind u. a. wichtig für unsere Herzgesundheit sowie unsere Gehirnleistung. Zudem schmeckt guter Fisch einfach vorzüglich gut. Doch scheint sich Fisch nur positiv auf unsere Gesundheit auswirken zu können, wenn er auch eine hohe Qualität aufweist. Aufgrund der hohen Preissensibilität deutscher Konsumenten sehen sich auch Fischereiprodukte einem Preiskampf ausgesetzt. Was tun die (größeren) Unternehmen folglich um trotz niedrigen Preisen adäquate Margen, welche zur Gewinnmaximierung beitragen, zu erreichen? Na klar: an der Qualität sparen. Aus marketingtechnischer Sicht (zufriedene Kunden) ziemlich kurz gedacht. Doch es funktioniert bei der Masse der Verbraucher. Das Problem dabei ist nur, dass die Konsumenten erstens teilweise schlichtweg getäuscht werden und zweitens sich durch die minderwertige Qualität von Fischprodukten gesundheitlich nichts Gutes tun. Nun stellt dies keine neue Erkenntnis dar. Doch hat sie mich wieder einmal eingeholt als ich vor kurzem die Dokumentation „Rach deckt auf“ sah. In dieser Sendung wurde am Beispiel der häufigsten Krabbenart, Garnelen bzw. Shrimps, höchst prägnant gezeigt, dass wir lieber zweimal als einmal auf die Verpackung von Lebensmitteln schauen sollten.

Büsumer Garnelen – ein regionales Produkt aus dem Norden möchte man meinen. So impliziert es zumindest die Verpackung mit dem entsprechendem Markenlogo. Die Garnelen sehen frisch, rosa-zart und groß aus. Doch auf dem Rückseitenaufkleber kann man nicht eindeutig die tatsächliche Herkunft erkennen. Lediglich „aus zertifizierter Aquakultur“ gibt nebelige Hinweise darüber, dass diese Garnelen, wohl nicht aus dem Nordseemeer stammen. Regionale Fischer sind sich einig: Nordseegarnelen sind ca. dreimal kleiner und weisen keine solch intensive Rosafärbung auf… Aber wo kommen sie dann her, wenn nicht aus Büsum (so wie es auf der Verpackung steht)?

Garnelenwirrwarr.
Foto: Rolf Handke / pixelio.de

Genau hier startete der unangenehme Teil der Suche nach der Herkunft. Über einen nachverfolgbaren Produktcode wurde herausgefunden, dass die Garnelen in den Niederlanden von Zwischenhändlern verpackt werden… weitere Recherchen vor Ort ergaben dann schließlich die tatsächliche Herkunft der Büsumer Garnelen: Indoniesien, Sumatra. An sich noch nichts schlechtes – bis auf die Tatsache, dass dieses Herkunftsland aus der Verpackung nicht ersichtlich wurde. Versucht da jemand etwas zu verbergen?

Auf einer Reise nach Indonesien wurde dann klar Schiff gemacht was mit den Garnelen passiert – und um es vorweg zu nehmen, ich persönlich werde kein Fischprodukt ohne zertifiziertes Siegel wie MSC o. Ä. mehr kaufen… denn die Garnelen kommen von einem der größten Aquakultur-Unternehmen der Welt: CP Prima. Nun schwingt in dem Wort „Aquakultur“ nicht zwingend etwas unangenehmes mit, weshalb es auch auf der Verpackung stehen kann. Aber Aquakultur steht für nichts anderes als durch Chemie angereicherte (meist ungesunde) Züchtung. Wie ungesund zeigt der Vergleich zwischen traditionellen und industriellen indonesischen Garnelenfarmen. Traditionelle kleine Farmen arbeiten zu 75% natürlich und zu 25% mit Chemie. Die Chemie sind konkrete Zusatzstoffe, die das Plankton in den kleinen Becken zum Wachsen bringt, so dass die Garnelen / Shrimps ordentlich Nahrung bekommen. Man sieht also, ganz ohne Chemie scheint es vielerorts heutzutage nicht mehr zu gehen – will man wirtschaftlich arbeiten.

Aber was der Unterschied zwischen traditioneller und industrieller Zucht in der „Ernte“ bedeutet, hat mir persönlich die Sprache verschlagen. Halten Sie sich fest: die traditionelle Herstellung bringt auf einem Hektar Fläche ca. 200 kg Garnelen (Ein Hektar sind 10.000 Quadratmeter, also eine Fläche von 100 mal 100 Meter, was ca. der Größe eines Fußballfeldes entspricht). Hört sich noch nicht so viel an. Doch jetzt kommts: Bei industrieller Herstellung beträgt die gezüchtete Menge an Garnelen auf einem Hektar Fläche unglaubliche 12.000 kg, also 12 Tonnen!!! Auf industriellen Garnelenfarmen wird also der 60-fache Ertrag im Vergleich zu traditionellen kleinen Farmen erzielt! … Das ist schlichtweg beeindruckend. Doch wie gelingt es den Farmern genau diesen Output zu erzielen?

Die Antwort ist einfach und erschreckend zugleich: mit Chemie. Die industriellen Farmen sind hermetisch abgeriegelt, weder mit Moped noch Schiff ist ein Herankommen möglich. Nur über den vertrauensvollen Zugang durch lokale Arbeiter hatte das Team es geschafft dort hereinzukommen. Einmal drin, erblickt das Auge ein Wasserbecken am Anderen, umgeben von Dreck und keinem Grün (was zumindest etwas Natur bedeuten würde). Man sieht Maschinen, die Sauerstoff für das Wasser produzieren, da die Becken soweit entfernt von Natürlichkeit sind, dass die Tiere ohne Maschinen nicht lange überleben würden. Man sieht Chemieabwasserbecken, welche über anliegende Flüsse ins Meer laufen und somit ein Beleg dafür sind, warum wir es heutzutage mit gestiegendem Fischsterben zu tun haben. Aber welche Chemie wird denn nun für die Garnelenzucht genau verwendet? Nun, hier handelt es sich im Wesentlichen um:

  • Wachstumsbeschleuniger (ermöglicht einen höheren Produktionsdurchsatz),
  • Antibiotika (damit die Garnelen nicht krank werden – Antibiotikarückstände bleiben in deren Körper, welche wir über unsere Ernährung aufnehmen und unsere Krankheitsresistenzen schmälern da unsere Körper sich an Antibiotika gewöhnen) und
  • Fischgift (Fische möchte man nicht im Garnelenbecken. Deshalb werden die toten Fische nach der „Bereinigung“ aus dem Wasser entnommen – und das Beckenwasser danach mit noch anderer Chemie künstlich gereinigt…)

Ich finde das ziemlich bedenklich und möchte hiermit darauf aufmerksam machen. Schauen Sie ruhig öfter auf die Gütesiegel auf den Verpackungen und prüfen Sie, welche Siegel für nachhaltige Fischerei garantieren, also gegen die Überfischung der Weltmeere kämpfen. Zum Beispiel MSC – „Marinestewardship Council oder FOS – „Friend of the Sea“. Auch wenn eine Geomar-Studie aus dem Jahre 2012 zu dem Schluß gekommen ist, dass Konsumenten keinem Fisch-Siegel hundertprozentig vertrauen können. So ist die Wahrscheinlichkeit einen gesunden, nachhaltigen gefangenen Fisch genießen zu können, mit Siegel dennoch höher als ohne. Zudem ist die ausgelobte regionale Herkunft des Produktes bei Vorhandensein eines anerkannten Siegels potenziell eher korrekt, da das Unternehmen wahrscheinlich grundlegend ehrlicher operiert. Insofern wünsche ich gewissenhaften Fischgenuss.

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WARUM DEUTSCHE BIERE MEIST GLEICH SCHMECKEN

Posted by: phil | 31. Juli 2013 | No Comment |

Warsteiner, Hasseröder, Radeberger, Becks, Krombacher und Co. – verschiedene Marken, verschiedene Hersteller, verschiedene Geschmäcker. So mag man meinen. In Wahrheit unterscheiden sich zahlreiche bekannte Biermarken im Geschmack so stark voneinander wie Edeka-Erdbeermarmelade von Netto-Erdbeermarmelade – nämlich gar nicht. Der Grund dafür ist, dass sie oft aus der gleichen Produktionshalle kommen.

Aber warum ähneln sich viele Biere im Geschmack? Um das herauszufinden, wurde in der Dokumentation „Hopfen und Malz verloren“ ein Blindtest durchgeführt. Es wurden Probanden fünf verschiedene Biersorten vorgesetzt mit der Bitte, nach dem Biergenuss die Biere zu den jeweiligen Marken zuzuordnen. Mit dem Ergebnis, dass kaum einer den Geschmack zur richtigen Marke zuordnen konnte! Die Leute hatten Probleme, da alle Testbiere irgendwie gleich schmeckten.
Im Labortest gab es die Bestätigung. Der Gehalt der Stammwürze (Malz) bewegte sich im Bereich 11,3% bis 11,6%, also nahezu identisch. Bei den Bittereinheiten (Hopfen) ein ähnliches Bild: die Spanne reichte von 26 bis 32. Geschmacklich also nicht gerade merklich different. Zum Vergleich: das weltbeste Bier in der Königs-Kategorie „German Style Pilsener“ (!!!) kommt aus Chico (Kalifornien, USA) von der Sierra Nevada Brewery und weist nicht nur Spitzenwerte von 12,2% für Stammwürze sowie 42 Bittereinheiten auf, sondern gewinnt zudem das Lob von Biersommelieres. Denn die Geschmacksrechnung ist simpel: mehr Hopfen bedeutet mehr Geschmack und Aroma.

Dem Biergeschmack auf der Spur.
Foto: www.foto-fine-art.de / pixelio.de

Nun, warum unterscheiden sich die Rezepturen deutscher Biere nicht mehr stark voneinander? Die Antwort ist ziemlich einfach: weil sie dem Kapitalismus zum Opfer fallen. Zum Einen haben mittlerweile zahlreiche deutsche Ur-Brauereien dicht gemacht, zum Anderen trinken die Deutschen immer weniger Bier. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Bier in Deutschland ist von 142 Liter pro Kopf im Jahr aus dem Jahre 1989 bis auf heutige 107 Liter im Jahr gesunken. Es wird also immer schwerer in Deutschland, mit Bier Geld zu verdienen. Ergo müssen die großen Konzerne ihre Gewinne maximieren.
Hinzu kommt, dass die Deutschen sehr preissensibel sind. Konzerne kaufen Brauereien auf und reduzieren die Inhaltsstoffe derer Biermarken um Produktionskosten zu senken. Als Ergebnis können sie höhere Gewinnspannen bzw. geringere Preise am Markt realisieren – und das wünscht der typische Geiz-ist-Geil-Konsument.
Aber die Menge der Inhaltsstoffe ist nicht die einzige Stellschraube, an welcher die Konzerne drehen können. Heutzutage wird das Bier auch stärker gefiltert um es haltbarer zu machen – also noch weniger Inhaltsstoffe. Hinzu kommt eine verkürzte Lagerzeit. Liegt die Lagerzeit für ein gutes Pils bei ca. sechs Wochen, reift ein Industriepils in gerade einmal 2-3 Wochen. Warum? Auch dies ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht nachvollziehbar. Denn wer Lagerkosten spart, kann die Produktion besser ausschöpfen.
Als wäre das noch nicht genug, wird bei der Zutatenliste ebenso getrickst. Lebensmittelchemiker offenbaren: Hopfenextrakte und Chemikalien sind heutzutage im Bier eher häufig als selten anzutreffen. Sie reduzieren die Produktionskosten weiter und machen das Bier klarer sowie haltbarer – deren Einsatz macht die Biere jedoch nicht besser…

Ich finde es schade, dass die Konzerne die Preisspirale selber aufgestellt und sich darin nun ein bisschen selbst gefangen haben. Der Präsident der freien Brauer bringt es auf den Punkt: die Brauer haben es verpasst, spannende und interessante Biere herzustellen. Vielen deutschen Bieren fehle es schlichtweg an Charakter. Zu stark ähneln sich die Geschmäcker der Biere – und münden folglich in Geschmackslangeweile.
Wie es besser geht, zeigt die USA, welche sich über eine Explosion des Bierinteresses freut. Grund für den dort florierenden Biermarkt sind die vielfältigen Sorten. Kaffeebier, Spezialfruchtbier, Doppelbock sowie Schokoladenbier – das nenne ich mal kreativ.
In Deutschland bleibt uns die Unterscheidung der Biere über ihre Markenwelt. Na immerhin etwas. Wir dürfen gespannt sein, ob der deutsche Biermarkt seine kreative Exzellenz wieder entdeckt. Bis dahin, Prost.

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GESUNDE ERNAEHRUNG KANN WIE MEDIZIN WIRKEN

Posted by: phil | 16. Juni 2013 | No Comment |

Kann man innerhalb von drei Monaten ein durch Krankheit geprägtes Bild komplett ins Positive ändern? Man kann! Dazu möchte ich euch eine kleine Geschichte erzählen:

Es war einmal ein Junge, welcher an schwerer Epilepsie leidete. Dieses Krankheitsbild äußert sich durch spontan auftretende Krampfanfälle (plötzliche unwillkürliche Verhaltens- oder Befindensstörungen) welche ohne vorausgehende erkennbare Ursachen passieren. Neurologisch betrachtet kommen sie durch anfallsartige synchrone Entladungen von Neuronengruppen im Gehirn zustande. Der Junge hatte bis zu 20 Anfälle und 300 Bewusstseinspausen am Tag; mitunter kippte er einfach so um – und musste deshalb auch einen Kopfschutz tragen. Drei Epileptika bekam der Junge täglich. Doch die Medizin half nicht.

Foto: birgitH / pixelio.de

Dann kam die Lösung durch den Vorschlag einer Ernährungsklinik: die Einhaltung einer ketogenen Diät! Diese Diät zeichnet sich durch Einschränkung vor allem eines Makronährstoffes aus: den Kohlenhydraten. Die Ernährung wurde so umgestellt, dass sie dem Jungen einen hohen Fett-, moderaten Eiweiß sowie geringen Kohlenhydratanteil zuführten. Dadurch bildeten sich aus den Fetten sogenannte Ketonkörper. Der Stoffwechsel wird bei einer steigenden Konzentration dieser Ketonkörper im Blut in diesem Fall positiv verändert. (Übrigens wenden diese ketogene Diät auch oft Bodybuilder an, da sie dabei hilft, abzunehmen ohne viel Muskelmasse zu verlieren). Diese geänderte Ernährung war natürlich eine große Umstellung für alle. Denn bspw. durfte er keine Schokolade, Erdbeeren oder Weintrauben essen. Dafür umso mehr Käse, Nüsse oder Gemüse.

Und es brachte Erfolg – und was für einen! Der Junge hatte bereits nach einem Monat ketogener Diät die darauffolgenden zwei Monate KEINEN EINZIGEN Anfall mehr! WOW! Gesehen habe ich das ganze heute früh in einer Dokumentation auf zdf_neo mit dem Titel „Mach mich gesund! – Der Ernährungscoach“. Eine britische Produktion – welche ich immer wieder gern schaue.
Denn sie zeigt in dieser Folge zum Einen, dass diese Diät als anerkannte Behandlungsmethode bestehen bleibt – und es zeigt aus meiner Sicht vor allem die wunderbar unterstützend heilende Wirkung von gesunder Ernährung! I love it!

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FRUCHTALARM IM MÜSLIREGAL

Posted by: phil | 24. Juni 2012 | No Comment |

Mh… leckeres Frühstücks-Früchtemüsli oder schmackhafte Cornflakes mit Trockenfrüchten… oder etwa doch nicht? Kennt ihr das auch? Ihr steht vor dem Cornflakes-/Müsliregal und könnt euch für keines der bunten Produkte entscheiden? Abgesehen vom Überangebot, welches aufgrund der mehr als sieben Auswahlmöglichkeiten psychologisch gesehen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eh zum Kaufabbruch führt, steh’ ich regelmäßig davor und kann nur den Kopf obgleich der suboptimalen Nährwertkombination sowie der angepriesenen „Fruchtheit“ der einzelnen Müslis schütteln. Kellogg’s, Kölln, Nestlé, Schneekoppe, Handelsmarken etc. – verschiedene Marken, unterschiedliche Sorten aber eine Gemeinsamkeit: viel Zucker und wenig gesund! Gestern wurde genau diese Müsliproblematik in der TV-Sendung „ZDF Wiso“ plakativ thematisiert. Für mich als Ernährungsbegeisterter ein guter Anstoß, euch mal wieder auf meinem Blog an meinen Food-Gedanken teilhaben zu lassen.

© Alice Munger / PIXELIO www.pixelio.de

© Alice Munger / PIXELIO www.pixelio.de

Warum steckt in Cornflakes und Müslis viel weniger drinnen als draußen draufsteht? Weil vielerlei auf der Verpackung versprochen und suggeriert wird – doch leider meistens nur wenig davon der Wahrheit entspricht! So werden bspw. auf dem Produkt „Nestlé Fitness Knusper-Müsli – Frucht“ leckere Himbeeren und Äpfel abgebildet. Man muss kein Prophet sein, um zu verstehen, dass mir dies suggerieren soll, dass selbige auch in mengenreicher Form das Produkt an sich schmücken. Doch der Hammer kommt jetzt: in diesen Cornflakes sind GAR KEINE Himbeeren drin; sondern mit Himbeersaft (aus wer-weiß-wo und wer-weiß-wie hergestellt) aromatisierte Äpfel…!!! Hinzu kommen mit Pflanzenextrakten gefärbte und mit Himbeeraroma versetzte Gerstenflakes. Pfui Bah. Das ist weder gesund, da keine Früchte sondern nur Aromen im Produkt stecken. Noch ist das lecker (für diejenigen, die noch echte Früchte von für den Massenmarkt industriell veredelten Fruchtresten unterscheiden können).

Nächster Produktcheck: „Kölln Müsli Schoko-Kirsch“ mit großen knalligen Kirschen auf der Verpackung. Klar, hier freut man sich beim Öffnen auf die Kirschstückchen und den Schoko-Kirsch-Geschmack. Doch auch hier kommt der Hammer direkt: drinnen sind nicht etwa 30% Fruchtstückchen, sondern lediglich 2% getrocknete Sauerkirschen, Sauerkirschsaft, Aromen sowie zahlreiche billige Cranberries! Da Cranberries die billigsten Trockenfrüchte darstellen, werden selbige in großer Menge mit Hilfe von Aromen so geschmacklich umgepolt, dass sie nach Erdbeeren, Kirschen usw. schmecken. Dies senkt die Produktionskosten signifikant. Spätestens hier können wir den FRUCHTALARM ausrufen. Nein, nicht der aus der nervigen Froop-Werbung aus vergangener Zeit (Schau hier http://www.youtube.com/watch?v=-ghVAJ1Hjao), sondern der Achtung-Fruchtmogelpackung-Alarm!

In einem früheren Blogbeitrag hatte ich die Thematik schon einmal angeschnitten; mit dem Ziel der Aufklärung so manchen Eistee-Trinkers (Lies hier http://www.jetzt-besser-leben.net/ernahrung/heute-schon-eistee-getrunken/) Im Müslibereich kann man die Schablone wie oben gesehen ähnlich anlegen. Ich könnte die Liste jetzt ewig weiterführen: egal ob Cornflakes, Müsli’s oder Müsliriegel, egal ob Corny free, Frosties, Lion cereals, Vitalis und wie sie alle heißen – es kann hier nicht nur Zuckeralarm (dies wissen denke ich die meisten Verbraucher?!), sondern vor allem Fruchtalarm geläutet werden. Denn diese Produkte halten meistens nicht das, was sie versprechen – und sind deshalb tendenziell ungesund. Gebt beim nächsten Einkauf also noch mehr Obacht und führt euch hin und wieder die Zutatenliste auf der Verpackung zur Gemüte. Ich finde frische selbst ins Müsli geschnittene Bio-Früchte immer noch die geschmacksintensivste und gesündeste Lösung – und hoffe ihr auch. Auf einen starken Tag!

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SIND VEGANER GLUECKLICH?

Posted by: phil | 19. Mai 2011 | No Comment |

Aloha he!

Ich habe soeben auf Pro Sieben die Sendung „Galileo“ gesehen, welche einen kurzen Beitrag zum Leben eines Veganers beinhaltete. Achdugrüneneune! Das ist echt kein Zuckerschlecken wie mir scheint. Aber was is(s)t eigentlich ein Veganer?

Ganz einfach: vegan ist die Steigerungsform von vegetarisch. Verzichtet ein „Vegetarier“ auf Fleischprodukte, so verschmäht ein „Veganer“ tierische Produkte in jeglicher Hinsicht und Ausführung. Sprich: kein Fleisch, kein Fisch, keine Milchprodukte wie Milch, Quark, Jogurt, Käse usw., keine Schokolade, keine Haribos (wegen der enthaltenen Gelatine) und keinen Honig – eine wirklich herausfordernde Ernährungsweise, oder?

In der Galileo-Sendung wurde eine Familie mit zwei Kindern für ein paar Tage in ihrem veganen life begleitet. Da kam zum Sonntag kein Rührei auf den Teller, sondern Tofu-Rührei; es gab keine Milch, sondern Reismilch; die Kinder aßen keine Wurst, sondern Soja-Wurst. Die Frage welche sich mir spontan aufdrängt: kann sowas schmecken? Doch der Familienvater legte noch einen drauf. Er zeigte voller Stolz seinen Klamottenschrank, in welchem es konsequenterweise nicht von Ledergürteln, -schuhen und Wolle wimmelte. Seine Textilselektion beinhaltet Lederersatzprodukte, Schuhe aus Kunststoff, Pullover aus Baumwolle, Schals aus Bananenfasern sowie Betten ohne Federn dafür mit Kokosfasern… die nächste Frage die sich mir abermals spontan aufdrängt: Macht sowas Spaß?

In letzter Zeit vermehrt auftretende und in der Öffentlichkeit breit gestreute Lebensmittelskandale, welche Gammelfleisch, Dönergau und Hühnerbäh thematisierten haben u. a. dazu beigetragen, dass in Deutschland die Zahl der Veganer mittlerweile auf ca. 600.000 angestiegen ist. Eine beachtliche Anzahl wie ich finde. Von der Grundidee finde ich die Bekehrung zu einer veganen Lebensweise auch ethisch sehr korrekt und feinfühlig. Denn es gibt täglich Tiere welche unsachgemäß gefüttert, brutal niedergeschlachtet und ohne Rücksicht auf Verluste verarbeitet werden – egal ob zum Steak, zum Schal oder zum Landliebe-Jogurt. Peta und andere Organisationen lassen grüßen.

Aber lohnt es sich, in dem einen Leben welches uns als Mensch zur Verfügung steht, derart rigoros auf tägliche Leckereien wie saftigen Lachsschinken, cremigen Geramont-Käse, Hüftsteak mit Kräuterbutter, Langnese Blütenhonig, gebeizten Lachs, geiles Rührei aus Freilandhaltung sowie den Jogurt mit der Ecke oder auch auf die ab-und-zu-Sünden wie Philadelphia mit Milka, Milch-Schnitte oder einen tollen Schal zu verzichten? Sind Veganer mit wichtigen Mineralstoffen wie Calcium und Magnesium unterversorgt? Und sind sie nicht auch Spaßbremsen gegenüber anderen und vor allem gegenüber sich selbst, weil sie jedem da draußen inklusive sich selbst versuchen einzureden, man müsse sich vegan ernähren damit alles besser wird? Ich weiß es nicht; und denke, dass muss jeder selber wissen. Ich habe absoluten Respekt vor Menschen, welche sich entscheiden diesen Weg zu gehen. Eine Pro Sieben Moderatorin hat sich bspw. auch dafür entschieden, siehe hier.

Aber ich weiß auch was sie alles verpassen. Und diese permanenten Gedanken wie „Das darf ich nicht essen“, „Das darf ich nicht kaufen“, „Das darfst du nicht anziehen“ machen einen doch auch nicht glücklicher, oder? Mich jedenfalls nicht, dass weiß ich aus Erfahrung. Denn ich achte persönlich auch sehr darauf was ich esse, wo mein Essen herkommt, was genau drin steckt und wie ich es optimal kombinieren kann um mich gesund und ausgewogen zu ernähren. Diese Sorgfalt gibt einem ein gutes Gefühl – aber macht nicht immer glücklich. Das Leben ist zum Genießen da. Deshalb: lasst es uns noch mehr genießen – jeder auf seine eigene Art und Weise.

under: Ernährung, Leben
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Was erblickte im berüchtigten brasilianischen Amazonasgebiet das Licht der Welt, wächst an einem riesigen 60-Meter-Baum und wurde von der Natur in eine ovale Form gegossen, mit beige-brauner Farbe ummantelt, mit essenziellen Inhaltstoffen ausgestattet und erfreut jede Zelle unseres Körpers? … Genau: Die Paranuss!

aboutpixel.de - © jacques Kohler

aboutpixel.de - © jacques Kohler

Die hauptsächlich in Südamerika anzutreffende Paranuss erreichte europäischen Ruhm, weil ein spanischer Offizier seine hungernden Männer mit Paranüssen fütterte – und diese danach ganz Popeye-like vor Energie strotzten und sich geschwind wieder erholten. Grund dafür sind die Inhaltstoffe. Berühmt ist die Paranuss für seinen hohen Selengehalt – mit nur einer Nuss deckt man bereits seinen Tagesbedarf an dem Spurenelement Selen. Gemeinsam mit dem auch in anderen Nüssen und Fisch enthaltenen Vitamin E verstärkt es die Wirkung der enthaltenen Antioxidantien; dient somit in hohem Maße dem Zellschutz und unserem Immunsystem. Laut einer US-Studie wirkt die Paranuss auch vorbeugend gegen Alzheimer. Weiterhin sind Phosphor, Calcium und Magnesium enthalten, welche für starke Knochen und Zähne sorgen. Auch für Sportler ist sie interessant, da sie zu 14 % aus Eiweiß besteht und mit zusätzlich vorhandenen Fettsäuren für Muskelwachstum sorgen kann. Als wäre das nicht schon genug, sorgen die außerdem enthaltenen B-Vitamine für starke Nerven.

Ein ganz gesundes Ding also die Paranuss – aber Vorsicht: eine Handvoll Paranüsse haben ungefähr soviel Kalorien wie ein fast aufgegessener Döner. Es ist also Obacht zu geben, falls Sie Wert auf einen schlanken Körper legen. Da die Schale der Nuss extrem hart ist, finden Sie sie oft geschält im Handel. Dies tut der gesundheitsfördernden Wirkung jedoch keinen Abbruch. Lassen Sie es sich schmecken!

under: Ernährung
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HEUTE SCHON EISTEE GETRUNKEN?

Posted by: phil | 14. August 2010 | No Comment |

Der Liebling sehr vieler Kinder, Jugendlichen und auch Erwachsenen: Eistee. Ob als Pfirsich-Rooibos, Limette-Mango oder Physalis-Erdbeer-Kiwi – mittlerweile gibt es die skurrilsten Geschmacksrichtungen von der Plärre. Und die meisten schütten sie in sich hinein, als gäbe es keinen Morgen.

Er wurde schon Anfang des Jahrhunderts erfunden, um im Sommer eine Abwechslung zu klebrigen Limonaden zu finden. Ursprünglich bestand er aus erkaltetem Tee, ein wenig Zucker, ein bisschen Zitrone und Eiswürfeln. Heute füllen ganze Eistee-Tetra Pak-Batterien die Discounter- und Edel-Discounter-Regale mit Geschmacksrichtungen, die die breite Masse ansprechen – da ist für jeden etwas dabei. Selbst die Grundzutat – Schwarztee – ist nicht mehr dieselbe geblieben: Rooibos, Grüntee, Früchtetee usw. haben dem rasanten Aufstieg des Premixed-Eistees kräftig unter die Arme gegriffen.

Heute schon Eistee getrunken?

© Brigitte Niedermeier / PIXELIO www.pixelio.de

Ihr merkt schon, ich bin nicht der beste Freund von Eistee. Ich sag euch auch warum: Eistee ist heutzutage nichts anderes als ein mit künstlichen Aroma- und Säuerungsstoffen versetztes Zuckerwasser! Für die genauen Inhaltsstoffe gibt es keinen Gesetzestext oder Ehrenkodex, welcher gewahrt werden müsste. Eistee gilt als Erfrischungsgetränk dessen Inhaltsstoffe bei weitem nicht in dem Maße reguliert werden wie bei Brausen oder Säften. Leitsätze des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz geben vor, dass bei sog. Teegetränken der Anteil an Tee-Extrakt lediglich bei 0,12 g liegen muss – pro 1-Liter-Flasche macht das etwa eine kleine Tasse voller Tee-Extrakt (siehe http://www.bmelv.de/cae/servlet/contentblob/379790/publicationFile/22023/LeitsaetzeTee.pdf). Über die Qualität der Herstellung oder des Herkunftsortes des individuell verwendeten Tee-Extraktes wissen wir auch wenig beim Anblick des Produktetikettes: denn ob, wie oft und wie lange Teepflanzen mit chemischem Dünger bespritzt werden, differiert von Land zu Land.

Über 50 g Zucker sind teilweise in einem Liter Eistee zu finden. Ich hab schon Eistees mit 80 g Zucker gesehen! Dass sind über 32 Stück kristallener Würfelzucker! 4 Tassen voll Würfelzucker! Pro Liter! … Pfui Bäh. Da bekommt der Begriff „Kalorienbombe“ doch glatt eine ganz neue Bedeutung, von der durch den erheblichen Zuckeranteil immens geförderten Kariesbildung ganz abgesehen.

Zudem befinden sich auf Eisteeverpackungen teilweise oder ganz Früchte, was suggeriert, dass auch Früchte zur Herstellung verwendet werden. In Klammern denkste. Denn Fruchtsaft aus Früchten sind in den meisten Eisteeprodukten Mangelware. Drückt ihr eine kleine Orange über einem 5-Liter-Sangria-Eimer aus, habt ihr in dem Sangria-Eimer einen Fruchtgehalt von ca. 1 % – ein Witz. Aber jetzt kommt es richtig dick: viele Eistees besitzen einen Fruchtgehalt von 0,1 % oder sogar 0 %! Könnt ihr euch vorstellen, wie viele Früchte dort drin sind? … Genau: Nämlich gar keine! Und warum schmecken Eistees dann so fruchtig? Genau: Wegen der zugesetzten Aromastoffe aus wer-weiß-wo und wer-weiß-wie-hergestellt. Pfui Bäh.

Ich persönlich komme nicht mehr an Eistee ran, ich denke dieser Artikel erklärt warum. Überlegt es euch das nächste Mal am besten zweimal wie ihr euch erfrischt – ob mit chemisch-künstlichem Zuckerwasser oder mit einer frisch gepressten Bio-Orangen-Minz-Schorle 😉

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WARUM HELLE NUDELN KAUM SÄTTIGEN

Posted by: phil | 31. Juli 2010 | 1 Comment |

Wer kennt sie nicht – die weißen Brötchen, die helle Toastscheibe oder den weißen Reis. Sie erfreuen sich in der ganzen Welt hoher Beliebtheit. Doch so gut diese Lebensmittel auch schmecken mögen, ein langanhaltendes Sättigungsgefühl erreichen wir durch sie nicht.

Geht es euch nicht auch manchmal so: ihr habt einen riesigen Teller Nudeln verputzt – und nach einer Stunde schon wieder Hunger? Oder ihr esst zum Frühstück drei helle Brötchen mit Marmelade – und verspürt noch weit vor der Mittagspausenzeit erneuten Hunger? Ich versuche einmal darzustellen, warum wir ständig Hunger haben und wie wir dies verhindern können.

Ein kurzes Sättigungsgefühl wird durch die sogenannten „schnellen“ Kohlenhydrate hervorgerufen. Zu dieser Gruppe gehören bspw. Weißbrot, Nahrungsmittel mit hohem Zuckeranteil, helle Nudeln und weißer Reis. Diese Kohlenhydratquellen sind nicht sehr ergiebig für unseren Körper, enthalten wenig Ballaststoffe und lassen den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen – was zu Essgelüsten führen kann (auch beim Verzehr von Süßigkeiten der Fall). Der Zucker wird durch die Funktion unserer Bauchspeicheldrüse aufgespalten, aus unserem Blut entfernt und in unsere Muskel- sowie Fettspeicher gelegt. Dies passiert relativ schnell, so dass wir nach einer Portion heller Nudeln alsbald wieder ein Hungergefühl verspüren.

© Anita Winkler / PIXELIO www.pixelio.de

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Um dieses Hungergefühl länger hinauszuzögern benötigen wir „langsame“ Kohlenhydrate. Diese erhöhen den Blutzuckerspiegel in viel geringerem sowie langsamerem Maße als die schnellen, da sie für den Körper ergiebiger sind und die Energie gleichmäßiger zur Verfügung stellen. Zudem enthalten sie mehr Ballaststoffe und unterstützen somit ein längeres Sättigungsgefühl. Langsame Kohlenhydratquellen sind sämtliche Getreideprodukte wie Vollkornnudeln, Vollkornreis Vollkornbrot und Vollkornbrötchen – also die „dunklen“ Kohlenhydratprodukte.

Je mehr Vollkornprodukte ihr also esst, desto länger seid ihr satt und desto besser könnt ihr euer Gewicht managen – falls ihr dies tun wollt/müsst. Zudem verhindert ihr durch Vollkornprodukte Heißhungerattacken und ernährt euch gesünder. Ich esse schon lange zum Frühstück Vollkornbrötchen – am Besten mit Kürbis- oder Sonnenblumenkernen. Denn diese halten wirklich länger satt, halten einem von der ständigen Rumnascherei ab und ermöglichen somit auch konzentriertere Arbeitsleistungen. Dank an das volle Korn!

under: Ernährung
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Hi, I’m back again! Hatte in letzter Zeit viel zu tun, aber heute habe ich wieder Muse zum bloggen gefunden. Ich widme mich heute einem Thema, was sehr gut zu diesen heißen Tagen, welche wir momentan „erleiden“, passt: Wie erfrischen wir uns am Besten bei Hitze? Kalt oder Warm?

Heute waren ca. 30 Grad, morgen soll es noch wärmer werden, das kommende Wochenende lockt mit bis zu 37 Grad Celsius – im Schatten! WOW! Wer kommt da nicht ins Schwitzen. Es fängt bereits früh an. Beim Weg zur Arbeit spüren wir die Sonne schon stark auf der Haut. In der Mittagspause brennt sie ihr Feuerwerk ab und „verwöhnt“ uns bis Abends mit einer Bullenhitze. Was tun?

Viele greifen bei heißen Temperaturen zu kalten Getränken: kaltes Wasser, Colas, Eistee usw. Doch genau dies ist der falsche Lösungsansatz zur Bekämpfung der Hitzewallungen. Die Erklärung dafür ist ganz einfach: Trinken wir nach dem Sport, dem Saunagang, der anstrengenden Arbeit etc. bzw. schlicht weil es uns zu warm ist kalte Getränke, werden wir noch mehr schwitzen. Denn kalte Flüssigkeiten werden vom Körper auf Körpertemperatur heruntergefahren, um sie für unseren Organismus erträglicher zu machen. Dafür benötigt unser Körper Energie. Durch die Aufwendung selbiger entsteht in uns noch mehr Wärme. Deshalb schwitzen wir nach dem Genuss kalter Getränke stärker als zuvor. Erfrischung durch kalte Getränke ist also ein Trugschluss.

© Daniel Stricker / PIXELIO www.pixelio.de

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Zudem schleust unser Körper kalte Getränke schneller durch den Magen um ihn zu schützen. Das Resultat: die kalte Flüssigkeit gelangt eher in den Darm und die Wahrscheinlichkeit für Magen-Darm-Beschwerden steigt. Daher empfiehlt sich für all diejenigen, welche nicht zur Erfrischung ins kühle Nass springen oder ein Eis schlecken können, noch bevor der Durst kommt lauwarme bis warme Getränke zuzuführen: Lauwarmes Wasser, Apfelschorle, Früchtetee oder auch Kaffee. Dadurch können wir das Schwitzen nicht vollends vermeiden, jedoch auf ein niedriges Level herunterfahren. Lasst euch den Früchtetee schmecken!

under: Ernährung, Leben

MACHT UNS FETT DUMM?

Posted by: phil | 22. April 2010 | No Comment |

Das sogenannte FTO-Gen begünstigt eine leichtere Gewichtzunahme. Die Menschen mit diesem Gen weisen durchschnittlich ein Kilogramm mehr Gewicht sowie einen weiteren Bauchumfang auf – fast jeder zweite Westeuropäer trägt es in sich. Dies fanden Forscher vor ca. drei Jahren heraus. Doch sie forschten weiter an dem Gen und entdeckten nun an der Universität von Kalifornien in Los Angeles, dass das Gen auch mit einem Verlust von Hirngewebe einhergeht. Dies bedeutet, dass die Träger bspw. ein höheres Alzheimer-Risiko besitzen. Macht das Gen also aus Dicken Dumme?

Verrückte Ziege

Foto: www.aboutpixel.de - Robert Marggraff

Nicht direkt. In einer Langzeitstudie hatten die FTO-Probanden der Neurologie-Professoren jedoch weniger Hirngewebe als die Placebo-Gruppe. Dagegen fanden die Forscher heraus, dass Fettleibigkeit nicht direkt mit sinkender Gehirnleistung zu tun hat. Dies beruhigt ungemein. Trotzdem bestätigen die Untersuchungen, dass Träger des FTO-Gens zum Einen durchschnittlich mehr Gewicht aufweisen und zum Anderen ein Zusammengang mit einer Minderung von Gehirngewebe besteht. Die Gehirne von Nicht-FTO-Trägern sind jedoch im Falle eines Übergewichtes nicht beeinträchtigt. Fettleibigkeit macht also nicht dumm. Es besteht nur die Wahrscheinlichkeit, dass FTO-Genträger bei übermäßigem Fettanteil wahrscheinlich nicht Einstein im Konzentrations-Test bezwingen könnten.

Doch was tun gegen das Gen? Wir sind ihm nicht hilflos ausgeliefert, das ist Fakt. Durch Sport und eine gesunde sowie ausgewogene Ernährung können FTO-Träger Fettleibigkeit vermeiden und somit die Verringerung von Hirngewebe abwenden. Das rückt einmal mehr den Vorteil täglicher sportlicher Betätigung, auch wenn sie nur in kleinem Maße erfolgt, in den Vordergrund – am Besten durch Integration von Übungen in den Alltag. Dazu später hier in meinem Blog mehr.

under: Ernährung

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